Schon die alten Griechen und Römer haben die Kornelkirsche aufgrund ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten geschätzt und auch Goethe soll sich in seinem Hausgarten in Weimar einen Laubengang aus Kornelkirschen gepflanzt haben. Wegen ihrer schönen Blüte ist die Kornelkirsche, die auch Gelber Hartriegel, Herlitze oder in Österreich vorwiegend Dirndl genannt wird, heute ein beliebter Zierstrauch für den eigenen Garten – ihre Frucht aber ist weitgehend unbekannt.



Geschichte & Tradition

Obwohl der Kornelkirsche als Wildfrucht heute nur geringe Beachtung geschenkt wird, war ihre Verarbeitung bei den alten Griechen und Römern umso beliebter. Sogar das Trojanische Pferd soll aus ihrem Holz geschnitzt worden sein. Während des Mittelalters wurde die Kornelkirsche erstmals in den Klostergärten der Benediktiner kultiviert und als Heilmittel gegen Fieber und Gicht eingesetzt.
Heimisch ist die Kornelkirsche in Mittel- und Südeuropa aber auch in Klein- und Mittelasien.

Anbau & Ernte

Die Weinlandschaft der Bergstraße bietet der Kornelkirsche durch sonnig, trockenes Klima und kalkhaltige Böden perfekte Standortbedingungen und Entfaltungsmöglichkeiten. Umgekehrt bereichert sie während ihrer frühen gelben Blüte unser Landschaftsbild und dient besonders Bienen als Nahrungsquelle.
Die hell- bis dunkelroten länglichen Steinfrüchte reifen Mitte bis Ende August und müssen aufgrund ihrer unterschiedlichen Reifezeitpunkte in mehreren Erntedurchgängen durch Abschütteln oder Auflesen aufwändig geerntet werden.

Meine Kornelkirsch-Produkte

Nach meiner handverlesenen Ernte verarbeite ich die Früchte mit ihrem charakteristisch herb-fruchtigen Aroma zu außergewöhnlichen Brotaufstrichen, Senfen oder zu süß-sauer eingelegten „Oliven des Nordens“, die schon zu Römerzeiten als Delikatesse galten.
Meine Kornelkirsch-Produkte empfehle ich besonders zu Wildgerichten, Käse und Weißwürsten als geschmackliche Bereicherung.