Nach 1945 fiel der Zibärtle-Baum mit seinem unregelmäßigen Ertrag immer mehr der herkömmlichen Landwirtschaft zum Opfer und wäre so um ein Haar fast ausgestorben. Die mit mühsamer Arbeit verbundene Arterhaltung der Zibärtle wird heute jedoch zunehmend mehr honoriert und seine exklusiven Produkte vermehrt nicht mehr ausschließlich nur von Liebhabern begehrt.



Geschichte & Tradition

Die mittlerweile fast in Vergessenheit geratene Wildpflaume wurde schon in der Jungsteinzeit vor über 5000 Jahren von unseren Vorfahren verzehrt, wie gefundene Zibärtle-Kerne in den Pfahlbauten am Bodensee beweisen. Seit dieser Zeit ist die Zibärtle in Südbaden heimisch und in ihrer Art unverändert erhalten geblieben. Erstmals schriftlich erwähnt wurden sie im Mittelalter von Hildegard von Bingen.

Anbau & Ernte

Von März bis April steht der Zibärtle-Baum in seiner schönen, reinweißen und leicht duftenden Blütenpracht. Die kleinen, kugelrunden, blauroten Früchte reifen im August heran und haben dann ein einzigartig fruchtiges Aroma entwickelt. Wie bei der Olivenernte, werden die wilden Steinfrüchte durch Abfallen bei Reife oder Abschütteln in einem am Boden unter dem Baum aufgespannten Netz aufgefangen. Ihre Verarbeitung ist sehr aufwändig, da sich der Stein nicht auslöst, für eine geschmackliche Weiterverwertung aber überaus lohnenswert ist.

Meine Zibärtle-Produkte

Von Kennern wird Zibärtle üblicherweise als Edelbrand geschätzt, als Fruchtzubereitung ist sie aber weniger bekannt, was meine Produkte zu seltenen Kostbarkeiten macht.
Den unvergleichbar feinsäuerlich-fruchtigen Geschmack der Zibärtle konserviere ich in erlesenen Brotaufstrichen, die sich hervorragend mit Curry, Zimt, Ingwer oder Bourbon-Vanille kombinieren lassen. Mit ihren vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten sind sie unter anderem ein Highlight in Sahnetorten, als Joghurtzubereitung oder zu Käse.